Sonntag, 24. April 2016

PlayPointless Podcast - Ep.59 KOKOTT, SIE SIND GEFEUERT! (Stories: Path of D., Green Room, Transgender(Baldur's)-Gate)

...und vieles mehr. Diese Episode ist bunt und voller Themen. Wir sprechen über Kulturkritik in Videospielen und das Baldur's Gate Transgender-Problem, über Jan Böhmermann, Batman vs. Superman und finden heraus, wer der deutsche Patrick Stewart ist. Außerdem klägliche Stand-Up Versuche und Lieder über Fahrstühle.


Vieles dreht sich diese Woche um die Frage, ob Videospiele nach ihrem kulturellen Hintergrund bewertet werden dürfen und wie wir mit Themen wie der Transgender-Situation in Baldur's Gate umgehen müssen. Dabei geholfen hat uns der Le Brunch Podcast von Insert Moin über Kulturkritik.
Das Video von Rainer, das Anstoß zu dieser Diskussion gegeben hat, könnt ihr hier finden: Wie sinnvoll ist Kulturkritik von Videospielen.

In einem Beitrag von Dario erfahren wir mehr über Batman v Superman Dawn of Justice und mit Er ist wieder da und Green Room geht es gleich zweimal um Nazithemen. In Stories: Path of Destinies dürfen wir zahlreiche Entscheidungen treffen, in der Final Fantasy XV Demo das Wetter verändern und zu Autos werden und zahlreiche weitere Themen warten ebenfalls auf euch.




→ zum Podcast (Rechtsklick  Speichern unter...)

Die Intro Musik stammt diese Woche von Jon Lajoie, der sich nach zahlreichen Comedy Alben erstmals an ernsthafteren Themen versucht. Unter folgendem Link findet ihr das Video zu "It's A Job"

In der nächsten Episode haben wir dann u.a. Quantum Break und noch weitere Gedanken zum Thema Kulturkritik und Spiele.

Folgt uns bei Twitter wenn ihr mehr über unsere aktuellen Projekte, wie bspw. unser Impro-Hörspiel-Projekt mit Taty erfahren wollt.
@PlayPointless  

Kommentare:

  1. Mein grundsätzlicher Punkt, auf dem meine ganze Argumentation basiert ist, dass wir Videospiele nicht als Kunst(handwerk) oder als Kulturgut betrachten können, wenn wir ein Regelwerk für dessen Inhalte bestimmen. D.h. meiner Meinung nach ist ein Entwickler frei in der Gestaltung seines Spiels. Nun hat die Kulturkritik natürlich das Recht zu existieren und alles zu kritisieren, was sie möchte. Ich habe in der Hinsicht nur die Herangehensweise der Kritiken kritisiert und in den Raum gestellt, ob eine Analyse selektiver Komponenten eines Spiels (z.B. die Darstellung von Frauen) einem interaktiven Medium gerecht wird, weil oftmals das Gameplay bei solchen Kritiken ausgeblendet wird, obwohl das Gameplay eine Auswirkung auf die Wahrnehmung des Spielers hat oder dem Charakterdesign übergeordnet ist (Stichwort: selbsterklärende Stereotype). Wenn man nun die Frauendarstellung in Videospielen kritisiert, steht es den Entwicklern frei darauf zu reagieren, sich Anregungen zu holen und die Darstellung in ihren Spielen zu überdenken und auch zu ändern. Es steht ihnen jedoch auch frei darauf zu pfeifen. Was diese Kritik aber nun macht, ist bei JEDEM Spiel die Frauendarstellung zu kritisieren, was aus meiner Sicht witzlos ist, denn wenn ich für eine freie Gestaltung von Videospielen bin, dann bin ich auch für eine Koexistenz aus Figuren mit Charaktertiefe und negativ, behafteten Stereotypen. Diese Kritik richtet sich also durchweg an alle Spiele und nicht allgemein an die Videospielkultur. Dadurch, dass jedes Spiel nach subjektivem, moralischem Empfinden betrachtet und auch bewertet wird, übt der Journalismus Druck auf die Entwickler aus. GIGA zog z.B. ganze zwei Punkte von der Gesamtwertung ab, weil zwei Figuren in Street Fighter V nicht gefielen. Was sagt das also über diese Kritik aus? Während früher sachlich diskutiert wurde, wird heute moralisch diskutiert, d.h. Videospielinhalte sind heute nicht mehr in Bezug auf Spielspaß und Atmosphäre schmälernd, sondern aus moralischer Sicht. Dabei deklariert man nicht nur das Handeln der Entwickler automatisch als unmoralisch, sondern auch der Kritiker dieser Kritik, wie ich es bin. Das darf meines Erachtens nicht sein. Mit einer gesellschaftlichen Verbreitung von Videospielen und einer Ausweitung des Angebot in Punkto Spielmechanik und auch Darstellung, ist jeder Spieler für seinen eigenen Konsum selbst verantwortlich. Wer Frauen mit Charaktertiefe in Videospielen sucht, der findet sie. Der Anspruch liegt aber darin, dass jedem alles gefallen muss. Deswegen müssen auch Nischentitel wie Dead Or Alive Xtreme 3 sich den Anspruch gefallen lassen, dass es nicht alle Geschmäcker abdeckt. Man kann nicht in jedem Spiel alle Geschmäcker abdecken. Es geht nicht! Und alle, die mich bezogen auf diese Aussage kritisierten, hatten keine Argumente vorzuweisen, wie das denn doch möglich sein soll. Ein Entwickler bestimmt selbst seine Zielgruppe, ebenso wie ein Filmemacher oder ein Autor. Ich kann dem Erotik-Thriller nicht den Sex nehmen, dem Horrorfilm nicht das Blut und der Romantic-Comedy den Kitsch, damit alles für jeden zugänglich ist. Es ist eine absolute Realitätsverzerrung das zu erreichen. Ich kann aber noch mal das Video da lassen, weswegen ich eigentlich in den Podcast eingeladen wurde: https://youtu.be/dWbqEEEh54g

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  2. Hey Rainer, danke dass du deine Ansicht dazu nochmal erläuterst, besonders weil ich der Meinung bin, dass vieles davon in der Le Brunch Folge nicht so recht rüber kam, da oft aneinander vorbei geredet wurde.
    Der eine Grundsatz dem ich definitiv zustimmen würde ist, dass der Entwickler frei in der Gestaltung seines Spiels sein sollte. Etwas drastisch hatte ich in einer unserer frühen Episoden mal gesagt, dass Entwickler nie auf Fans hören sollten, da Fans eben keine Entwickler seien. Das ist vielleicht etwas übertrieben ausgedrückt.
    Wie auch immer. Was ich sagen will ist, dass ich selbst nicht weiß was ich will, aber im Zweifelsfall immer für die kreative Freiheit des Entwicklers.

    Der eine Punkt dem ich widersprechen würde ist, dass jeder genügend Auswahl hat, das zu finden, was er sucht. Sucht man bspw. starke Frauen oder farbige Protagonisten in Spielen, muss man seine Suche schon sehr stark einschränken. Es wäre dann aber unangebracht, einen einzelnen Entwickler zu kritisieren, weil er für sein Spiel eine bestimmte Figur gewählt hat, sondern die Kritik sollte dann der ganzen Spieleindustrie oder wenn man noch weiter gehen will, unserer Gesellschaft gelten.
    Aber wie steht es z.B. mit der Assassins Creed Reihe, die schon so viele Ableger hatte und bis auf eine kleine Erweiterung nie Frauen in der Hauptrolle haben wollte? Wie bewertet man so etwas? Ich weiß es ehrlich gesagt selbst nicht.

    Wir leben in einer Zeit in der wir zur Hälfte aus Kritikern bestehen, die alles moralisch anpassen wollen und zur anderen Hälfte aus Kritikern, an den Kritikern. Stichwort "Social Justice Warrior". Einerseits bin ich der Meinung, dass es gut ist, dass wir uns als Gesellschaft weiterentwickeln und solche Probleme erkennen. Nur so kann Fortschritt erreicht werden. Auf der anderen Seite habe ich Angst, dass es meine geliebten Unterhaltungsmedien zu glatt bügelt, weil jeder Kritik befürchten muss.

    Nun habe ich vermutlich selbst sehr weit um das Thema herum geredet. Vielleicht haben meine Co-Moderatoren ja noch etwas konkretere Antworten.
    Aber gerade weil ich mir nicht sicher bin, wo genau ich stehe, war es spannend eure Diskussion anzuhören, da ihr mich immer wieder auf die eine und dann auf die andere Seite gezogen hattet.

    PS: Ich werde das Video noch in den Blogpost einbauen, damit jeder eine Chance hat, sich selbst eine Meinung dazu zu bilden.

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  3. Zu deinem zweiten Absatz: Ich finde die Diskussion um Hautfarben und sexuelle Orientierungen sehr müßig. In der Vergangenheit waren Videospiele nicht in der Lage komplexe Geschichten zu erzählen, die komplexe Figuren benötigten. Selbst mit dieser Absicht kann man sich die Frage stellen welche Auswirkungen die Hautfarbe und die sexuelle Orientierung des Protagonisten auf das Spiel hat. Ist es nämlich kein Bestandteil des Spiels, gar keine. Unterschiedliche Hautfarben oder sexuelle Orientierungen nehmen in diesem Fall lediglich eine ethische Funktion ein, die für Diversität sorgen soll. Dabei ist Charakterdesign auch immer mit der eigenen Umgebung verbunden. Niemand würde sich beschweren, weil in japanischen Filmen nur Japaner mitspielen oder in Bollywood-Filmen nur Inder. Da sich Videospielproduktionen auf wenige Länder beschränken, erwartet man also von genau diesen Regionen, dass sie die Diversität der ganzen Welt abbilden, wenn auch nur als Quote einer ethischen Grundlage. Vollkommen logisch ist z.B., dass die Protagonisten in dem Spiel "Unearthed" aus Saudi-Arabien arabischer Abstammung sind und eine Protagonistin sogar ein Kopftuch trägt, weil auch diese Entwickler ihre eigene Kultur in das Spiel eingebaut haben. Diese Spiele sind jedoch idR ziemlich schlecht und dieser kulturelle Einfluss verschwindet aus dem Sichtfeld der Community. So erklärt sich z.B. mangelnde Diversität.

    Auf der anderen Seite finde ich es interessant, dass einige Menschen ausschließlich Figuren spielen wollen, mit denen sie sich identifizieren. Das ist ein Phänomen von "Social Justice Warriors" und Feministen_innen. Die identifizieren sich hauptsächlich durch ihr Geschlecht und/oder durch ihre Hautfarbe und vergleichen sich daher mit Figuren desselben Geschlechts und derselben Hautfarbe. Jedoch gibt es in Punkto Charakterdesign keine Schablone für Hautfarbe und Geschlecht. Jeder Mensch ist individuell und nur weil eine Figur nicht so ist, wie ich (was übrigens kaum eine Figur ist), muss ich mich als angegriffen fühlen. Blickst du auf deine Gaming-Vergangenheit, so hast du wahrscheinlich jahrzehntelang Weiße, Farbige, Tiere, Aliens und andere Fantasiewesen gespielt und es war dir egal. Ich vermute, dass es daran liegt, dass du mit Videospielen aufgewachsen bist und das Videospielangebot auch mit flachen Figuren kennengelernt hast (5. - 6. Konsolengeneration). Viele Menschen, die sich heute frisch für die Videospielkultur interessieren, sind zunächst von der Einseitigkeit der Spielfiguren enttäuscht. Diese ist jedoch der Entwicklung geschuldet. Erst seit wenigen Jahren sind Spiele mit Charaktertiefe im Trend (Life Is Strange, Oxenfree, Firewatch). Das bedeutet jedoch nicht, dass von heute auf morgen ein Wechsel im Spielangebot stattfindet. Das wird schleichend geschehen, parallel zur weiteren Existenz von flachen Charakteren und Stereotypen.

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    1. Ich denke das Problem mit sexueller Orientierung und Hautfarben in Spielen ist auch weniger das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein, sondern die Art der Darstellung. Wobei es hier definitiv Fortschritte in den letzten Jahren gab. Trotzdem kann man sich bei einem Spiel wie The Witcher 3 fragen, warum es nicht einen einzigen dunkelhäutigen NPC im gesamten Spiel gab.
      Mir geht es aber vielmehr um das Vorhandensein weiblicher Helden, die noch immer eine Seltenheit sind. Persönlich würde ich zwar sagen, dass auch hier in den letzten Jahren viele, viele Fortschritte gemacht wurden, aber ich würde es niemandem übel nehmen, der in der aktuellen Situation immer noch Kritik am Frauenbild in Spielen ausübt.
      Das Assassins Creed Beispiel hatte ich ja bereits genannt, aber ein noch krasserer Fall war für mich GTA V. Rockstar hat sich seit Jahren - ach seit sie angefangen haben Spiele zu machen - ausschließlich männlicher Protagonisten bedient und nun, da sie erstmals drei gleichberechtigte Helden einbauen? Alles Männer. Und noch besser wird es, wenn man bedenkt, dass keine einzige sympatische Frau in diesem Spiel zu finden ist. Sie alle sind gierig, dumm, arrogant oder nutzlos und stehen den Männern nur im Weg.

      Zu deinem zweiten Absatz: Ich glaube nicht, dass das sich-identifizieren-wollen irgendetwas mit Feministen oder "Social Justice Warriors" zu tun hat. Ganz im Gegenteil!
      Der Grund dafür, dass Entwickler sich nicht trauen, prominente Frauenrollen auf ihr Spiele-Cover zu packen ist doch gerade, dass sie Angst haben, dass viele männliche Spieler das Spiel dann im Regal stehen lassen. Die Entwickler von Horizon Zero Dawn hatten z.B. zugegeben, dass sie aus diesem Grund lange überlegen mussten, ob sie wirklich eine weibliche Heldin haben wollten. Und dann schaut man sich Spiele wie "Rust" an, wo einem ein Geschlecht und Hautfarbe per Zufall aufgezwungen wird. Rate mal wer da zu den Mistgabeln und Fackeln gegriffen hat? Jedenfalls keine Feministen.
      Ich glaube der Grund weshalb wir eine Unmenge an Spielehelden haben, die alle Mitte 30 sind, kurze schwarze Haare und Dreitagebart haben ist, dass man damit die besten Chancen hat, eine Durchschnittsmenge an männlichen Spielern zu treffen, die sich zumindest annähernd damit identifizieren können oder zumindest ihre eigene Wunschvorstellung von sich selbst in diesen Figuren sehen.
      Ich würde übrigens zustimmen, dass es ein schleichender Prozess ist, aber ich weiß nicht, ob der auch ohne Anstoß von außen funktioniert. Charaktertiefe in Spielen ist allerdings nicht erst seit wenigen Jahren im Trend. Spätestens seit der 32bit Ära, teilweise auch schon davor, haben wir ein breites Angebot an japanischen Spielen, vielen JRPGs, Adventures und ersten cinematischen Spielen wie Metal Gear Solid, die großen Wert auf ihre Charaktere legen. Auch im Westen hatte man in der Zeit schon eine große Anzahl an Adventures, oft mit echten echten Schauspielern, die zumindest versucht haben, echte Charaktere auf den Bildschirm zu bringen. (Aber das ist ein vollkommen anderes Thema)

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  4. Wie ich sagte: Die oberflächliche Darstellung beider Geschlechter ist ein Überbleibsel aus den 90ern, in denen Charaktertiefe entweder nicht zur Priorisierung gehörte oder vom Gameplay überschattet wurde. Dass Rollenklischees heute noch vorkommen ist nicht schlimm, nicht jedes Spiel legt darauf wert oder es ist eine Form von Trash (Lollipop Chainsaw, Shadow Of The Damned). Videospiele sind eben keine Filme oder keine Bücher, sondern sie sind interaktiv und somit kann Gewichtung von Design, Kontext und Gameplay variieren. Finde ich persönlich vollkommen normal. Dass bei "The Witcher 3" keine farbigen NPCs vorkommen, kann man feststellen. Die Antwort wäre wohl das polnische Mittelalter und die Romanvorlage. Jedoch einem Spiel und somit auch den Entwicklern unterschwelligen Rassismus vorzuwerfen ist ein unfaires Ding, mE. Darüber hinaus gibt es sehr viel mehr weibliche Figuren in Videospielen, als man vermuten könnte. Problematisch wird es, wenn die Industrie selbst bestimmt an welche Spiele wir uns aus der Vergangenheit erinnern. Dementsprechend kann ich dir diesen Artikel und die beiden Videos empfehlen - eines ist von mir (http://zeitzeugin.net/2015/01/mangel-an-weiblichen-helden-in-videospielen-oder/). Aus meiner Sicht bringt es nicht selektive Beispiele zu analysieren und sich dann zu fragen, warum etwas nicht so ist. Jeder Entwickler hat jedes Recht seine Ideen so umzusetzen, wie er möchte. Man merkte das ja im Podcast: Weibliche Helden sind da, man sucht sie jedoch verkrampft dort, wo sie nicht sind oder nicht in die eigene Wunschvorstellung passen. Das sind mE konstruierte Argumente, a la "Rammstein ist mir zu wenig Jazz".

    Das Phänomen sich mit der Spielfigur identifizieren zu müssen, ist ebenso ein neues Phänomen. Lassen wir mal Rollenspiele mit freier Gestaltung und freien Entscheidungen von gut/böse beiseite, erleben wir vorgefertige Figuren, die wir definitiv nicht sind. Die Handlung kann in den Fällen auch nicht garantieren, dass wir alles toll finden, was wir tun müssen (GTA, Kayne & Lynch, The Last Of Us, Modern Warfare), denn das Spiel liefert uns Werkzeuge, um nicht in unserem Interesse, sondern im Interesse der Figur zu handeln. Der Wunsch nach übermäßiger Identifikation stammt von Menschen, die sich ausschließlich über ihr Geschlecht, ihre Hautfarbe und ihrer Sexualität identifizieren und nicht über Charaktereigenschaften, Vorlieben, etc. Für mich ist das ein Phänomen, welches eindeutig aus der Ecke der Political Correctness kommt. Denn dir war es offensichtlich egal Lara Croft zu spielen, nehme ich an. ;)

    Das Argument, dass Videospiele für männliche Spieler konzipiert und beworben wurden, ist ebenfalls interessant. Denn nehmen wir mal an, dass das stimmt, bedeutet das, dass die Werbemaßnahmen "versagt" haben und Videospiele doch ebenfalls für Frauen interessant sind/waren. Ich kenne ausschließlich nur Frauen, die Dead Or Alive Xtreme 3 spielen. Viele Frauen, die in den 90ern/80ern nicht die vermeintliche Zielgruppe von Videospielen waren, haben sie trotzdem gespielt. Immerhin gab es auch zahlreiche Adaptionen von Cartoon-Serien, etc. Ebenso spielt das Geschlecht des Protagonisten kaum eine Rolle. Die Gründe für Mann und Frau dasselbe oder das andere Geschlecht zu wählen, ist sehr durchwachsen und kaum zu verallgemeinern. Darüber gibts ne Umfrage (http://www.l-e-r.de/getdata.php?ID=82). Viele Frauen sehen Frauen z.B. gar nicht in einem Heldenepos.

    Bei "Horiton: Zero Dawn" wurde eine ganz normale Diskussion über das Geschlecht geführt, die normal ist. Es wurde nicht über Frau: ja/nein diskutiert, sondern über Mann oder Frau, wie damals bei Tomb Raider. Da sollte es auch zu Beginn ein Mann werden. Das bessere Beispiel ist "Life Is Strange", denn Dontnod hatte Probleme einen Publisher zu finden, der ein Spiel mit einer Protagonistin finanziert. Das ist eine der wenigen wirklich sexistischen Sachverhalte, die ich kenne.

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  5. Die Diskussion zu Rust ist ebenso interessant und absolut widersprüchlich gegenüber dem, was du (und viele andere) vorher geschrieben haben.
    1) Frauen können sich mit Spielfiguren nicht identifizieren => Schuld der Branche
    2) Gamer können sich mit zufallsgenerierten Figuren in RUST nicht identifizieren => Schuld der Gamer
    Das ist eine absolute Geschmacksfrage und kommt auch darauf an, ob Figuren selbst gestaltet werden können, ob man sich selbst spielt oder eben eine vorgefertigte Figur. Im Fall von RUST scheint das den Spielern wichtig zu sein. Dennoch stimme ich zu, dass rassistisches Verhalten, wie es in den Foren zu RUST statt findet eine absolut zu verurteilende Katastrophe ist. Das wird von Feministen aufgegriffen, um zu verdeutlichen, dass wir ein "allgemeines" Problem haben. Das ist aktuell der Trend des Journalismus. Damals hatten sich auch nicht SO viele Spieler über Frauen in FIFA 16 beschwert, ebenso nicht über den Transgender in Baldur's Gate. Hass im Internet ist ein allgemeingültiges Problem für alle Geschlechter, welches jedoch heute instrumentalisiert wird, um ein Argument zu haben.

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