Mittwoch, 15. Januar 2014

Video Game Seminar - Podcast #5 Motivation in Videospielen

Was treibt uns an, ein Videospiele über lange Zeiträume zu spielen? Welche Elemente braucht ein Spiel, um uns ewig in seinen Bann zu spielen und welche Genres haben das größte Suchtpotential? Das und mehr, klären wir im fünften Video Game Seminar.

Vor langer Zeit angekündigt und nun endlich da: der Podcast über Motivation in Videospielen. Was treibt uns an, ein Spiel zu spielen und zu beenden? Warum sammeln wir Gold, Erfahrungspunkte und Highscores und wie schaffen Spiele es, unsere eigenen Fähigkeiten als Spieler zu verbessern? Videospiele als Hobby sind eigentlich komplett davon abhängig, dass wir motiviert sind, sie zu spielen. Wie sie das im einzelnen schaffen, ist manchmal gar nicht so leicht zu ergründen. Warum sind manchmal die schwersten Spiele, wie Demon's und Dark Souls, gerade diejenigen, die uns am meisten in ihren Bann ziehen? Das und vieles mehr, versuchen wir in Video Game Seminar Nr. 5 zu klären. Außerdem fragen wir uns, welche Genres für uns persönlich am motivierendsten sind und welche Spieleelemente uns total abturnen.
Im Zentrum steht außerdem die Frage: Können Videospiele jeder Art und jedes Genres, durch RPG-Elemente verbessert werden? Die Antwort bekommt ihr mit einem Klick auf den folgenden Link:


→ zum Podcast


Beim nächsten Mal wird es dann um Cheats, Bugs, Glitches und Co gehen. Also all die schönen Dinge, mit denen man ein Spiel, über die Absichten des Entwicklers hinaus, brechen kann.


Kommentare:

  1. Die Diskussionsgrundlage, dass RPG-Elemente nur gezählt werden wenn sie gut umgesetzt sind, ist etwas fadenscheinig.
    Zu Fallout 3 habe ich so eine Hassliebe. Habe es auch wegen der Welt gespielt und die RPG-Elemente haben mich spätestens zur Mitte des Spiels genervt. Du kriegst Erfahrungspunkte und steigst Level auf aber im Endeffekt bringt dir das eh nichts, weil die Gegner mitleveln. Ich hatte irgendwann das Gefühl, das Gegner von meinen Level-Up viel mehr profitieren als ich. Irgendwann bin ich den meisten Kämpfen nur noch ausgewichen. Das Kampfsystem hat mir auch nicht wirklich gefallen, aber genug zu Fallout 3.
    Laut Plauschangriff war die Intention hinter der Zelda-Reihe Rollenspiele zu vereinfachen. Weiß nicht ob das stimmt, aber ein Spiel zu vereinfachen und aufs Wesentliche zu konzentrieren, ist manchmal die bessere Wahl. Nach dieser Philosophie arbeiten z.B. Firmen wie Popcap. Obwohl ich auch gerne ein RPG im Zelda-Universum sehe würde.
    Aus dem neuen Thief wurden auch RPG-Elemente gestrichen: http://www.rockpapershotgun.com/2013/10/17/thief-abandons-xp-system-due-to-fan-outcry/
    Zufällig gefunden: http://outsideyourheaven.blogspot.de/2010/11/how-rpg-elements-hurt-good-games.html
    Ein bisschen kam es auch so rüber, dass längere Spieldauer = größerer Spaß bedeutet. Und eigentlich müssten ja die Blizzardspiele die besten Spiele der Welt sein, weil sie extrem auf Langzeitmotivation setzen. Gut, viele Menschen würden dem sogar zustimmen.
    Ich mag RPGs, aber sie müssen jetzt nicht überall drin sein.

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    1. Ich finde nicht, dass diese Grundlage fadenscheinig ist. Das Argument war, dass RPG-Elemente jedes Spiel verbessern können und nicht, dass RPG-Elemente jedes Spiel verbessern, egal wie schlecht sie umgesetzt wurden.
      Natürlich geht es hier darum, die RPG-Elemente in der Form zu nehmen, wie sie sein sollten und nicht wie sie von irgendeinem x-beliebigen Studio schlecht umgesetzt wurden. Ansonsten ist das nämlich nur eine Kritik an einem bestimmten Spiel und nicht an dem gewählten Element. Zählen würde hier, wenn man z.B. sagen würde, dass Grinding in absolut jedem Spiel schlecht ist, aber so ist es nun mal nicht. Vielleicht wirkt es in der Diskussion so, als hätte ich damit einen Startvorteil, aber das zeigt doch nur, dass an meinem Argument etwas dran ist. Es geht darum zu zeigen, dass man Spiele mit passenden RPG-Elementen aufpeppen könnte, die in der Regel für eine zusätzliche Motivation sorgen.

      Ja das mit den Gegner die mitleveln ist so eine Sache, aber bei Fallout dient ein Level Up ja auch hauptsächlich dem Erwerb neuer Fähigkeiten/Attribute, deswegen hat es mich nie gestört. Ich glaube ich wäre enttäuschter, wenn ich diese coole neue Fähigkeit bekommen hätte, die Gegner inzwischen aber sowieso mit einem einzigen Schuss auslöschen könnte.

      Was Zelda angeht: ich glaube nicht unbedingt, dass es eine Vereinfachung von RPGs sein sollte. Große Reihen wie Dragon Quest starteten im gleichen Jahr, in dem auch Zelda erschien, Final Fantasy sogar erst später. Okay, vielleicht hat Nintendo in den Westen auf so etwas wie Ultima geschielt, das es schon 2-3 Jahre vorher gab, aber das erscheint mir doch sehr unwahrscheinlich. Für mich ist Zelda eine Weiterführung der wesentlich simpleren Dungeon-Absuch-Bla-Spiele der früheren Konsolen, mir fallen leider gerade keine Namen ein. Die Zeldas werden mit der Zeit ja auch komplexer, aber nie dahingehend, dass ich sie mit RPGs vergleichen würde.
      Für mich ist Zelda das gleiche wie Metroid, aus einer anderen Perspektive (und später mit reicher gefüllten Welten). Ich finde z:B. auch Super Metroid fantastisch, stelle es aber unter Castlevania SotN, weil das durch seine RPG-Elemente einfach nochmal eine kräftige Schippe drauflegt. Trotzdem finde ich es gut, dass Nintendo weiter seinen Kurs fährt und sich auf seine Stärken, wie gutes Leveldesign, konzentriert. Zelda und Metroid kommen auch ohne RPG-Elemente aus ... da ist eben nur dieses eine Problem der Motivation und darum ging es mir ja. In fast jedem Zelda kommt relativ schnell der Punkt, dass man keine Rubine mehr braucht/sammeln kann und dann hat man auch keine Lust mehr nach Schatztruhen usw. zu suchen. Gut, dass das Problem mit A Link Between Worlds halbwegs gelöst wurde.

      Mit Thief kenne ich mich nicht so gut aus, aber ich glaube die Fan-Empörung kommt nur aus der Erwartungshaltung heraus (passend zu unserem bald erscheinenden Podcast). Hätten die Thief Spiele von vornherein RPG Elemente gehabt, würde sich auch keiner darüber beschweren. Bestes Beispiel dafür ist das recht ähnliche Dishonored, bei dem das Erwerben neuer Fähigkeiten einfach mal einen gigantischen Teil des Spaßes ausmacht.
      Sorry den Artikel warum RPG Elemente guten Spielen schaden habe ich jetzt mal übersprungen, weil ich in den nächsten Wochen noch Peace Walker beenden will und mir die Informationen in den ersten 2 Zeilen schon viel zu viel waren ^^° Dabei ist Peace Walker auch so ein Spiel, bei dem ich richtig froh war, dass es mal auf Langzeitmotivation setzt, statt auf Geradlinigkeit.

      Ich bin übrigens auch der Meinung, dass nicht überall RPG drin sein muss. Mein Punkt war ja, dass sie wenn sie einmal drin sind, für gewöhnlich niemandem schaden.

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